Während die meisten Teiche in der Nachbarschaft unter einer starren Eisdecke schlafen, ist mein Teich das Zentrum des Geschehens. Der Luftsprudler leistet ganze Arbeit: Inmitten der weißen Eisfläche tanzen kleine, dunkle Wellen und halten ein lebenswichtiges Loch offen.
Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Vögel die Wasserstelle nutzen. Wasser ist im Winter oft schwerer zu finden als Futter. Die Meisen landen vorsichtig am eisfreien Rand, hüpfen kurz auf einen nassen Stein und nehmen hastige Schlucke, wobei sie den Kopf immer wieder in den Nacken werfen.
Besonders mutige Amseln nutzen die offene Stelle sogar für ein kurzes Bad – ein wildes Flattern, das die Wassertropfen wie Diamanten durch die kalte Winterluft fliegen lässt. Das sprudelnde Wasser verhindert nicht nur das Einfrieren, es scheint die Vögel durch seine Bewegung fast magisch anzuziehen. Es ist der soziale Treffpunkt des Gartens, an dem für einen Moment die Rangordnung vergessen wird, während alle gemeinsam gegen den Durst und die Kälte ankämpfen.
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Renate (Freitag, 30 Januar 2026 11:52)
Toll